Kooperation Zahnärzte
Eine ganzheitliche zahnmedizinische Versorgung ist heutzutage ohne eine intensive Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen der Zahnheilkunde nicht mehr durchführbar. Zum Erreichen eines optimalen Behandlungsergebnisses ist eine intensive interdisziplinäre Abstimmung der jeweiligen Behandlungsmaßnahmen vor Behandlungsbeginn, insbesondere mit dem behandelnden Zahnarzt, von entscheidender Bedeutung.
Folgende Kooperationsbehandlungen werden unterschieden:
Parodontale Kooperationsbehandlung
Ziel ist es, eine bestehende Überlastung des Zahnhalteapparates (Kieferknochen, Haltefasern, Zahnfleisch) zu beseitigen und einem weiteren Rückzug von Zahnfleisch und Kieferknochen entgegenzuwirken.
Hierzu zählen insbesondere:
- die Beseitigung von Zahnengständen zur Verbesserung der Reinigungsfähigkeit in den Zahnzwischenräumen
- die Aufrichtung gekippter Zähne zur Vermeidung eines weiteren Knochenabbaus auf der gekippten Seite
- die Beseitigung eines Einbisses der unteren Schneidezähne am Gaumen zur Vermeidung der Zerstörung des Halteapparates der oberen Schneidezähne
Prothetische Kooperationsbehandlung
Wesentliche Aspekte der interdisziplinären Zusammenarbeit sind das Erreichen eines optimalen ästhetischen Endergebnisses durch eine kieferorthopädische Verbesserung der Ausgangssituation für die geplante prothetische Versorgung mit Veneers, Kronen, Brücken oder Implantaten.
Hierzu zählen insbesondere:
- die kieferorthopädische Korrektur und Harmonisierung des Zahnfleischverlaufs
- die symmetrische Einstellung von einzelnen zu kleinen Zähnen als Vorbereitung für eine anschließende Verbreiterung mit Composite oder Keramikveneers
- die kieferorthopädische Implantationsvorbereitung durch kieferorthopädische Einstellung der korrekten Größenverhältnisse im Implantationsgebiet
- eine Verbreiterung des Kieferknochens an der Implantationsstelle infolge einer Zahnbewegung durch ein Gebiet mit Knochenschwund
- die Aufrichtung und optimale statische Verteilung der Pfeilerzähne in der Kronen- und Brückentechnik
- die Beseitigung eines frontalen Engstands bei geplanten prothetischen Restaurationen zur ästhetisch optimalen Versorgung mit Kronen, Brücken oder Implantaten